Der „Verein zur historischen Wiederherstellung des Goldenen Saales im Augsburger Rathaus e.V.“  wurde am  22. Oktober 1975 gegründet. Initiator und erster Vorsitzender war Altoberbürgermeister Dr. Klaus Müller. Aufgabe des Vereins ist, die baldige historische Wiederherstellung des Goldenen Saales im Augsburger Rathaus einschließlich der Fürstenzimmer zu fördern, insbesondere im Rahmen des Möglichen, die finanzielle Grundlage hierfür zu schaffen.

Nach einer Empfehlung einer Expertenkommission aus ganz Mitteleuropa beschloss der Stadtrat die Wiederherstellung des Goldenen Saales und eines Fürstenzimmers.

„Der Goldene Saal Verein hat sich immer dort eingeschaltet, wo weitere Baufortschritte in Frage gestellt waren und wo keine Finanzmittel zur Verfügung standen.“ so Vorsitzender Josef Egger

Unmittelbar übernommen wurden:

  • die Kunstschlosserarbeiten für die gesamten Beschläge der Haupt- und Nebenportale
  • die Kopien der zehn Grotesk-Ornament-Tafeln in Temperatechnik für die Saaldecke
  • sechs Kartuschen (vier Eck- und zwei Mittelkartuschen über dem südlichen und dem nördlichen Hauptportal)

Die feierliche Einweihung der ersten Wiederherstellungsstufe fand am 9. Januar 1985 statt.

Der ab 1984 amtierende Vorsitzende Donat Müller würdigte die Unterstützung durch die Spender, „weil viele Bürger sich auch heute noch identifizieren mit ihrer Stadt, dem Rathaus und der Idee, Altüberliefertes zu erhalten oder historisch wieder herzustellen.“

1991 fasste die Mitgliederversammlung des Vereins den Beschluss, dass der Goldene-Saal-Verein auch weiterhin seinem Förderzweck dienen und sich um die originalgetreue Rekonstruktion vor allem der beiden südlichen Fürstenzimmer bemühen werde

Der amtierende Vorsitzende und Kreishandwerksmeister Konrad Rebholz sah als seine primäre Aufgabe, die provisorische Beleuchtung des Saales zu ändern. Der Verein übernahm die Kosten für die indirekte Beleuchtung über die Fenster in Höhe von 66.500 €.

Um den Beginn des Ausbaus des südwestlichen Fürstenzimmers zu ermöglichen, war die Anpassung der Raumhöhe erforderlich. Der Verein stellte hierfür 255.000 € als Anschubfinanzierung zur Verfügung.

Für die sechs Halbfigurenbilder investierte der Verein rd. 15.000 €.

Das größte Projekt der letzten Jahre war die Wiederherstellung des Kachelofens.

Die Fa. Pittroff in Neusäß fertigte jede einzelne Kachel von Hand und in filigraner künstlerischer Arbeit. Die Kosten in Höhe von ca. 110.000 € wurden vom Verein übernommen.

Für die Restaurierung und die Rahmen der drei großen Bilder „Demokratie, Aristokratie, Monarchie“ hat der Verein die Kosten in Höhe von ca. 50.000 € getragen.

Ende April 2010 konnten die von Holzbildhauermeister Friedrich Mayet, Oberammergau kunstvoll erstellten Schnitzereien an der Decke und an den Wandvertäfelungen sowie die Herrscherbüste an den Oberbürgermeister der Stadt Augsburg übergeben werden. Die Kosten von ca. 115.000 € trug der Verein.

Decke

Schnitzereien an der Wandvertäfelung

In Absprache mit dem Oberbürgermeister Dr. Gribl haben wir eine neue Möblierung für das südwestliche Fürstenzimmer erstellen lassen. Sie wurde der Möblierung des nordwestlichen Fürstenzimmers angeglichen, um eine möglichst flexible Verwendung zu gewährleisten. Die Übergabe erfolgte am 26.11.2010.

Herrscherbüste

Nach Fertigstellung dieser Arbeiten hat der Goldene-Saal-Verein der Stadt Augsburg insgesamt
ca. 1.500.000 € zur Verfügung gestellt.

 

Die große Aufgabe für die Zukunft ist die Rekonstruktion des südöstlichen Fürstenzimmers, das sich noch im ursprünglichen Zustand nach dem provisorischen Aufbau des Rathauses nach dem zweiten Weltkrieg befindet.

 

Stand 2012

So sah das südöstliche Fürstenzimmer bis zur Zerstörung im Februar 1944 aus.

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